Bundestrainer-Debatte
HARTPLATZHELDEN fordern stärkere Berücksichtigung der Basis
Die öffentliche Diskussion um eine mögliche Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer und die damit verbundenen Fragen nach Gehalt, Interessenskonflikten und der Rolle des Profifußballs nehmen die HARTPLATZHELDEN zum Anlass, um in Erinnerung zu rufen, dass bei einer Personalentscheidung dieser Tragweite unbedingt auch im Sinne des Amateurfußballs gehandelt werden muss. Nach Auffassung der HARTPLATZHELDEN steht die aktuelle Debatte beispielhaft für eine Entwicklung, bei der es den Anschein macht, dass der DFB als Dachverband des deutschen Fußballs regelmäßig die Interessen des Profifußballs über die Anliegen der mehr als 24.000 Amateurvereine stellt.
Der deutsche Fußball lebt davon, dass er eine Einheit ist. Ihm geht es gut, wenn es der Spitze wie auch der Basis gutgeht. Die HARTPLATZHELDEN wünschen sich, auch im Sinne des Amateurfußballs, eine erfolgreiche Nationalmannschaft. Mit Sorge betrachten wir jedoch seit einigen Jahren, dass die Gehälter der Bundestrainer zunehmend denen im kommerziellen Vereinfsfußball angeglichen werden.
„Eine Nationalmannschaft funktioniert aber nach anderen Gesetzen als die Champions League. Und nach den vielen Misserfolgen braucht der neue Bundestrainer die Zustimmung der Basis mehr denn je, sonst wird der gewünschte Neuanfang noch schwieriger. Die Zustimmung würde er viel eher bekommen, wenn er nach dem Motto ‚zurück zu den Wurzeln‘ handelt – und das fängt beim Gehalt an“, sagt HARTPLATZHELDEN-Geschäftsführer Steffen Wenzel.
Die HARTPLATZHELDEN betonen, dass es sich um eine personenunabhängige Forderung handelt. Entscheidend sind vielmehr die verbandspolitischen Prioritäten des DFB. Während an der Spitze des deutschen Fußballs über Millionenverträge und mögliche Nebentätigkeiten diskutiert wird, klagen viele Amateurvereine über steigende Kosten, sanierungsbedürftige Sportanlagen, wachsende Bürokratie sowie den Mangel an Ehrenamtlichen und qualifizierten Trainerinnen und Trainern.
„Der DFB muss den Amateurfußball wieder in den Mittelpunkt seines Handelns stellen. Die Zukunft des deutschen Fußballs entscheidet sich nicht in den Vorstandsetagen des Profifußballs, sondern auf den Sportplätzen der mehr als 24.000 Amateurvereine. Deshalb erwarten wir, dass sich die gewählten Vertreterinnen und Vertreter des Fußballdachverbands öffentlich und deutlich für die Interessen der Vereine einsetzen und ihrer Verantwortung innerhalb der Verbandsstrukturen gerecht werden“, erklärt HARTPLATZHELDEN-Gesellschafterin Ute Groth.
Zudem fordern die HARTPLATZHELDEN, dass der DFB Fehlentwicklungen im Weltfußball deutlicher adressieren muss. Spielkalender, Klub-WM und die fortschreitende Kommerzialisierung gefährden den Fußball als Ganzes. Die politische Einflussnahme auf eine Fußball-Weltmeisterschaft wie im Fall „Balogun“ bedeutet eine Grenzüberschreitung, die Konsequenzen nach sich ziehen muss. Die HARTPLATZHELDEN wünschen sich daher, dass der DFB weiterhin die FIFA darauf drängt, diesen Fall aufzuklären.
Wer den Amateurfußball stärkt, stärkt die Demokratie.
Erste Amateurfußball-Konferenz formuliert 15 Kernbotschaften
Am 23. Mai 2025 hat die Hartplatzhelden gGmbH im Amplifier in Berlin ihre erste Amateurfußball-Konferenz HARTPLATZHELDEN 25 veranstaltet. Am Vormittag tauschten sich die gut 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Vereinen, Verbänden, Politik und Medien gruppenweise im World Café über diese Themen aus: Ehrenamtsgewinnung, Kinder- und Jugendschutz, Digitalisierung, Projektmarketing, Kinderfußball, Mädchenfußball und Infrastruktur.

Unsere Mission
Die Stimme des Amateurfußballs
Wir sind die Stimme des Amateurfußballs. Hier kommen Menschen zu Wort, die sich seit Jahren im Verein engagieren. In Kolumnen oder Podcasts stellen sie Ideen vor, wie der Sportverein der Zukunft aussehen kann, und erklären die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft. Der Weltmeisterkapitän Philipp Lahm sagt: „Die Hartplatzhelden diskutieren die Sorgen und Nöte des Amateurfußballs, aber sie entwickeln auch Lösungen. Sie packen an, und das ehrenamtlich – deswegen unterstütze ich sie gerne.“

- regelmäßige Kolumnen und Podcasts
- eine jährliche Konferenz
- Umfragen und Studien
- Er sollte in Politik und Gesellschaft mehr Gehör finden.
- Er sollte bei der Verteilung der Gelder besser partizipieren.
- Wertschätzung und Unterstützung für das Ehrenamt müssen steigen, seine Überlastungen sinken. Es soll attraktiver werden.
- In Städten fehlen Trainerinnen und Sportplätze, auf dem Land Spieler.
Wir sind seit 2024 gemeinnützig. Die beiden Gründer Steffen Wenzel und Oliver Fritsch haben die Hartplatzhelden GmbH in eine gGmbH umgewandelt. Zudem haben sie Anteile an neue Gesellschafter verschenkt, die sich ehrenamtlich im Amateurfußball engagieren.
Die Hartplatzhelden-Kolumne
Gleiche Höhe
Welche Nöte plagen den Amateurfußball? Welche Ideen bringen ihn voran? Was ist an ihm politisch, was leistet er für die Gesellschaft? Welche ulkigen Geschichten schreibt nur er? Wöchentlich befassen sich unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten mit den wichtigsten Themen – pointiert, analytisch, kritisch, witzig. Sie kennen sich aus, weil sie seit Jahren an der Basis arbeiten.
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