In der Nähe von Stuttgart wird gerade die Amateurfußball-Serie „Bolzen“ gedreht. Die Story der mehrteiligen Mockumentary, die 2027 ausgestrahlt werden soll: Ein skandalumwitterter Fußballprofi kehrt zu seinem kleinen Heimatverein zurück, um sich als geläutert zu inszenieren – und lernt dabei das Miteinander im Vereinsfußball lieben. Tim Frohwein und Jonas Schulte waren für die Hartplatzhelden am Set der Serie, haben sich umgeschaut – und einen Podcast aufgenommen.
In der Nähe von Stuttgart wird gerade die Amateurfußball-Serie „Bolzen“ gedreht. Die Story der mehrteiligen Mockumentary, die 2027 ausgestrahlt werden soll: Ein skandalumwitterter Fußballprofi kehrt vorübergehend zu seinem kleinen Heimatverein zurück, um sich als geläutert zu inszenieren – und lernt dabei das Miteinander im Vereinsfußball lieben. Tim Frohwein und Jonas Schulte waren für die Hartplatzhelden am Set der Serie, haben sich umgeschaut – und einen Podcast aufgenommen.
Markgröningen, ein sommerlich warmer Tag Ende Juli. Über eine schmale Straße, die an einem mit Weinreben bepflanzten Hang entlangführt, gelangen wir ins Glemstalstadion: Hier hat der ortsansässige FV Markgröningen viele Jahre seine Heimspiele ausgetragen. Fußballplatz und angeschlossenes Vereinsheim sind inzwischen nicht mehr in bestem Zustand – das Team von „Bolzen“, dem wir heute am Drehort einen Besuch abstatten, hat eine ziemlich passende Kulisse für eine Amateurfußball-Serie herausgesucht.
In der für die ARD produzierten, fiktiven Serie „Bolzen“ überbrückt der Protagonist Marty Bloch, talentierter Fußballprofi mit Hang zu Exzessen, eine vertragslose Zeit bei seinem Heimatverein Viktoria Steindorf (Schlachtruf: „Vik-Vik-Viktoria!“). Am Ort seiner Wurzeln möchte er wieder zu sich selbst finden – öffentlichkeitswirksam: Martys windiger Spielerberater Elias hält es für eine gute Idee, dass ein Kamerateam den Profi während seines Läuterungsprozesses begleitet. Und so sind die Voraussetzungen geschaffen für eine Fußball-Mockumentary à la „Die Discounter“ (mit Merlin Sandmeyer ist sogar einer der Schauspieler aus der erfolgreichen Discounter-Crew mit an Bord).
Nach der Schwemme an Profifußball-Dokus („All or Nothing“), -Serien („Ted Lasso“) und -Filmen („I am Zlatan“) in den letzten Jahren ist es ein schönes Signal, dass sich endlich eine Serie dem Amateurfußball widmet. Die Leute hinter der Produktion geben uns bei unserem Besuch ein gutes Gefühl, dass wir am Ende auch authentische Amateurfußball-Bilder im Fernsehen zu sehen bekommen.
Der Regisseur Nicolas Berse Gilles kickt selbst noch im Ruhrgebiet, wo er einst auf Ascheplätzen fußballsozialisiert wurde und Produzent Steffen Freckmann kennt das Milieu eines ländlichen Sportvereins nur zu gut aus der eigenen Kindheit und Jugend. Mit beiden haben wir einen Podcast aufgenommen und sie zu Entstehungsgeschichte und Konzept von „Bolzen“ befragt. Im Gespräch erklären sie uns, warum sie den Amateurfußball mit dem Begriff „poetische Shittiness“ verbinden, wie man es schafft, Dutzende Laienschauspieler in Trikots unter Kontrolle zu halten und warum in „Bolzen“ gar nicht so viele Fußballszenen vorkommen.
Foto: SWR

