Am 22. Mai findet die zweite Hartplatzhelden-Konferenz in Berlin statt – mit namhaften Gästen wie Weltmeister Philipp Lahm. Alle Amateurfußball-Interessierten sind herzlich eingeladen: Seid dabei, wenn wir über die Zukunft des Breitensports diskutieren!

„Demokratie beginnt im Verein!“ Der Titel der zweiten Hartplatzhelden-Konferenz, die am 22. Mai in Berlin stattfinden wird, verdeutlicht: Im Amateurfußball geht es um mehr als Tore und Punkte. Die weltpolitische Lage macht vor Breitensportvereinen nicht halt. Viele berichten, das Klima auf den Plätzen werde rauer, der Umgang gereizter – im Fußball spricht man von einer kurzen Zündschnur.

Erschwerend kommt hinzu: Eltern stellen höhere Ansprüche, Ehrenamtliche werden mit weniger Respekt behandelt, zu wenige schultern die Arbeit. „Wer sich engagiert, erfährt Wertschätzung“ lautet eine Behauptung, der ich mich allerdings nicht vorbehaltlos anschließe.

Sicher stiftet Engagement in Vereinen Sinn. Wer einmal Jugendtrainer war, kennt strahlende Kinderaugen, den Freudentaumel beim Siegtreffer kurz vor Abpfiff und hat viele tolle Menschen kennengelernt. Manche Freundschaften halten ein Leben lang. Gleichzeitig haben Hartplatzhelden-Kolumnistin Susanne Amar und ich in Workshops zur Stärkung des Ehrenamts im Sport erfahren: Viele Engagierte erleben zu wenig Wertschätzung.

Zur Verklärung besteht kein Anlass. Das Ehrenamt ist unter Druck, im Sport sogar massiv. Das zeigen alle Studien der letzten Jahre. Die Anforderungen an Verwaltung und Kommunikation steigen, der Erwartungsdruck wächst stetig. Darüber müssen wir reden. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Staatsministerin für Ehrenamt und Sport Christine Schenderlein mit uns diskutieren wird. Mit ihr in der Runde: Weltmeister Philipp Lahm und Ansgar Thiel, Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln. Sie setzen sich für bessere Bedingungen für Engagierte ein.

© Loredana Zafisambondaoky

Doch wir wollen nicht nur zuhören. Wir wollen mit allen Anwesenden ins Gespräch kommen, ihre Probleme, Sorgen und Vorschläge ernst nehmen und dokumentieren:

  • Wo liegen die besonderen Herausforderungen für den Amateurfußball?
    Wie und woher bekommen wir weitere Ehrenamtliche?
  • Was muss geschehen, um den Mädchenfußball voranzubringen?
  • Wie garantieren wir respektvollen Umgang auf und neben dem Platz?
  • Welche Neuerungen bringt der „DFB-Masterplan Amateurfußball“?
  • Und vor allem: Wie können wir voneinander lernen?

Also geben wir Vereinen die Bühne, ihr Engagement zu zeigen. Sie stellen Ideen vor, wie Mitbestimmung neu gedacht werden kann, wie respektvoller Umgang gelingt – aber auch, welche Probleme es im Zusammenleben gibt. Christin May, die Abteilungsleiterin Direktion Amateurfußball- und Fußballentwicklung des DFB, präsentiert die Planungen bis 2029. Selbstverständlich werden alle Hartplatzheldinnen und -helden vor Ort sein.

© Loredana Zafisambondaoky

Was wir an diesem Tag mit Amateurfußball-Vertreterinnen und -Vertretern aus ganz Deutschland erarbeiten, bündeln wir später in Handlungsempfehlungen und reichen sie an Politik, Verbände und Medien weiter. Denn zum Selbstverständnis der Hartplatzhelden gehört, den Aktiven im Amateurfußball eine Stimme zu geben.

Noch ist eine Anmeldung zur Konferenz möglich, das Kontingent ist jedoch begrenzt. Also schnell auf www.hartplatzhelden.de einen Platz sichern.

Die Hartplatzhelden-Konferenz 2026 findet in Kooperation mit Philipp Lahms Initiative „treffpunkt verein“ und der Robert-Bosch-Stiftung am 22. Mai in Berlin statt, einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale und dem Ehrentag 2026. Wir wollen aufzeigen, was es braucht, um den Amateurfußball als wichtige Instanz für Zusammenhalt und gelebte Vielfalt zu sichern. Ohne ihn wäre vieles sehr viel schwieriger in diesem Land.

Macht mit und seid dabei!

© Loredana Zafisambondaoky

Foto von Loredana Zafisambondaoky